GARDEN ROUTE, ADDO & 62: ROADTRIP OF A LIFETIME

Die Garden Route zählt zweifelsohne zu den schönsten Küstenstraßen der Welt. Sie zieht sich über 220 Kilometer entlang der südafrikanischen Küste und verspricht atemberaubende Landschaften, beeindruckende Nationalparks, wilde Natur, schroffe Steilklippen und kilometerlange Sandstrände. Offiziell beginnt der Roadtrip der N2 folgend in Mossel Bay und endet im Tsitsikamma-Nationalpark bei Storms River, kurz vor Port Elizabeth. Neben Kapstadt und der Kap Halbinsel ist die Garden Route, kombiniert mit einem Abstecher zum Addo Elephant Park und zurück durchs Inland über die Route 62 definitiv ein Muss für jede Südafrika Reise.

WILDERNESS: NATURPARADIES MIT FLAIR
In diesem Sinne: „Welkom in Wilderness“, wie man auf Afrikaans sagt. In Wilderness ist der Name Programm. Das idyllische Küstenstädtchen hat uns mit seiner unberührten Natur und den einzigartigen Landschaften schlagartig in seinen Bann gezogen.

Dabei hat der Weg zur Nima Lodge für echten Nervenkitzel gesorgt, knapp zwei Kilometer auf der Schotterpiste steep and bumpy up and down. Doch das hat sich allemal gelohnt, denn die Nima Lodge verzaubert mit unvergleichlicher Schönheit und unendlicher Ruhe inmitten der tiefgrünen Natur mit einem Ausblick zum Niemalssattsehen. Kleiner Insider-Tipp: Deckt euch mit lauter Leckereien und einem landestypischen Savanna Premium Cyder oder Bernini ein für ein unvergessliches Barbecue unter den Sternen. Für den perfekten slow morning kann man sich übrigens einen Breakfast Basket, gefüllt mit ofenwarmer Quiche, frischen Früchten, Joghurt und Granola, Eiern, Milch und frischem Saft, direkt vor die Cabin liefern lassen. Totally worth it!

Insbesondere zum Wandern ist Wilderness ein wahres Paradies, beispielsweise auf dem Dschungelpfad des Half Collared Kingfisher Trails mitten im Wilderness Nationalpark. So kommt man auch ohne geführtes Kajak Adventure dem Serpentine River ganz nah, nämlich einmal barfuß quer durch den Fluss und zurück über ein Ponton. Von hier aus lohnt sich auch ein kurzer Extraschlenk zum Map of Africa Viewpoint mit einer grandiosen Aussicht auf den Kaaimans River, der den Kontinent in seinen Umrissen erahnen lässt und sich somit wie eine natürliche Karte von Afrika durch das Tal windet.


PLETTENBERG BAY: FROM ZERO TO ELEVEN
Sowohl Wilderness als auch Plettenberg Bay, oder einfach „Plett“, haben es uns echt angetan. Nach der puren Idylle in beinahe einsamer Wildnis bietet das junge hippe Städtchen an seiner gleichnamigen Bucht genau die richtige Mischung aus lässigem Flair und entspanntem Beachlife. Früh morgens verwandelt sich der Beachy Head Drive, der mit seinen rolling hills parallel zur Küste verläuft, sogar zum beliebten Runner's Highway of Plett. Na, wenn das mal nicht voll nach unserem Geschmack ist. Danach ein Flat White w/ Oatmilk und ein knuspriges Croissant im hauseigenen Café des modernen Boutiquehotels Eleven und der Morgen ist mehr als perfekt.

 

ROBBERG NATURE RESERVE & TSITSIKAMMA NATIONALPARK
Unzähligen Robben beim Planschen im türkisfarbener Meer zuschauen, über sandige Pfade durchs grüne Dickicht spazieren und bis zum offenen Ozean vorwandern. Genau das bietet das Robberg Nature Reserve, das nicht ohne Grund zum UNESCO-Weltkulturerbe ernannt wurde. Um die Schönheit der kompletten Halbinsel vollends aufzusaugen, bietet sich der Hike „The Point“ von etwa 9 Kilometer Länge an, der entlang rauer Klippen spektakuläre Panormaaussichten garantiert. Aber Achtung, die Sonne knallt, das heißt Cap, Sunscreen und Wasser sind ein Muss! Mit etwas Glück kann man in der passenden Saison (Juni bis November) neben Robbenkolonien sogar Wale und Delfine spotten.

Wer sich nach einer ordentlichen Portion Action und Adrenalin sehnt, kommt im Tsitsikamma Nationalpark mit Sicherheit auf seine Kosten. Neben rasanten Zipline Canopy Adventures kann man sich hier beim höchsten Bungee Jump der Welt knapp 200 Meter in die Tiefe stürzen. Kann man, muss aber nicht. Denn der Mouth Trail zu den Storm River Suspension Bridges in Kombi mit dem Blue Duiker Trail ist die perfekte Alternative, um in beeindruckende Natur entspannt die Seele baumeln zu lassen.

Zurück in Plett findet man im Old Nick Village (Mid Week Market: mittwochs, 9-14 Uhr) nicht nur den idealen Refuel, sondern auch originelle Mitbringsel von lokalen Kunsthandwerkern.

Ob das noch zu toppen ist? Unser Abend bei Emily's Restaurant hat tatsächlich alles übertroffen – und das dank besonders viel Glück ohne Reservierung! In verträumter Atmosphäre kann man in dem detailverliebten Lokal der Emily Moon River Lodge den Spirit von Afrika mit allen Sinnen erleben und bei Kerzenschein und einem atemberaubenden Ausblick das bei Weitem romantischste Dinner genießen. Uns als Veggies hat der Roasted Cauliflower auf einer Joghurtcreme, verfeinert mit Bourbon-Vanille, mit Granatapfel und gerösteten Pistazien, gefolgt von homemade Sweet Potato Gnocchi mit einer zartschmelzenden Drei-Käse-Sauce vollkommen umgehauen.
Kleiner Geheimtipp: Die große handgeschriebene Desserttafel sollte man sich auf jeden Fall zeigen lassen für das absolute i-Tüpfelchen: ein himmlisch frisches Lemon Tart Slice. Für uns mindestens eine 12/10 und pure Glücksgefühle inklusive!

 

NELSON MANDELA BAY & ADDO ELEPHANT PARK
Elefanten aus greifbarer Nähe beobachten und mit einer gewissen Portion Nervenkitzel auf eigene Faust über staubige dirt roads durch den drittgrößten Nationalpark Südafrikas preschen klingt für uns nach dem idealen Abschluss unserer Zeit auf der Garden Route. Der Addo Elephant Park ist, wie es sein Name verrät, für seine riesigen Elefantenherden bekannt und auch ohne geführten Game Drive als Selbstfahrer absolut beeindruckend. Über verschiedene Loops kann man sich vom Main bis zum South Gate – oder, wer wie wir aus Port Elizabeth kommt, umgekehrt – voller Neugier auf die Pirsch machen und neben den Dickhäutern nach Zebras, Kudus, Affen, Warzenschweinen, Schakalen und Straußen Ausschau halten. Unser Highlight war neben den wuseligen Pumbas ein einzelnes Erdmännchen, Timon, das im hohen Gras ab und an mal sein Köpfchen gezeigt hat. Sicherlich stehen die Chancen, einem der wenigen Löwen zu begegnen, bei einer Tour mit Guide zum Sonnenaufgang etwas höher, für uns war unsere Safari im Addo aber rundum perfekt und hat alle Erwartungen erfüllt.

Statt Großstadttrubel in Port Elizabeth (PE), heute Gqeberha genannt, haben wir uns bewusst für einen authentischen Farm Stay bei Our Farm Culture unweit der verschlafenen Nelson Mandela Bay zwischen Maitland River Mouth und Sardinia Bay entschieden. Sporty sidefact: An der malerischen Bucht brettern einmal im Jahr etliche Athleten beim legendären Ironman South Africa vorbei. Ganz egal, ob für einen Morning oder Sunset Run, die Küstenstraße ist von uns auf jeden Fall approved, aber mit einem Gegenwind, wie wir ihn nur selten vorher erlebt haben, echt nicht ohne.

 

OUDTSHOORN: IN THE MIDDLE OF NOWHERE
Und was auf unsere Expedition im Addo folgte, ist nur ganz schwer in Worte zu fassen. Ein Stopp, an den wir die mit Abstand geringsten Erwartungen hatten, der uns aber in Windeseile den Kopf verdreht hat: ein kleines Bergchalet mitten im Nirgendwo von Klein Karoo im Hinterland der mächtigen Swatberge. Dass es in der Halbwüste rund um Oudtshoorn vermeintlich mehr Strauße und Kakteen als Menschen gibt, war für uns keinesfalls überraschend – im Gegenteil. Landschaftlich ist die Gegend entlang der Route 62 ein völliger Kontrast und versetzt einen eher in eine Zeitreise in den Wilden Westen. Entsprechend ruckelig mit einem Hauch Rodeo-Feeling waren auch die letzten rund 5 Kilometer zu unserer Unterkunft White Stone Retreat. Doch ist man einmal an diesem zauberhaften Fleck Erde angekommen, möchte man am liebsten für immer bleiben. Das bezaubernde Tiny House im modernen Boho-Stil ist das bei Weitem schönste und zugleich außergewöhnlichste airbnb, das wir je besucht haben. Eine Ecke ist schöner als die andere, mit so viel Liebe zum Detail, und am liebsten würde man bzw. ich (Kim) direkt alles nachshoppen. Na, wenn das mal kein passendes Cover wäre für die nächste Ausgabe des SA Home & Garden Magazines. Diese Oase, eingebettet in die Schönheit der rauen unberührten Karoo-Wüste mit ihren grenzenlosen Weiten, bietet absolute Entschleunigung: slow mornings genießen mit einem lässigen Läufchen, einem wholsesome breakfast auf der Veranda und einem Dip im Cold Tub, bei gemütlichen Hikes die Gegend erkunden, entspannt die Seele baumeln lassen und abends unterm Nachthimmel das beste Barbecue aller Zeiten erleben, während der Vollmond plötzlich hinter den Bergketten aufsteigt und den gesamten Horizont in ein sanftes silbernes Licht taucht. Es ist immer wieder beeindruckend, welch schier endlosen Sternenteppich man hier in Südafrika bewundern kann. Was für ein unbeschreiblicher once-in-lifetime-Moment!

Was für ein unbeschreiblicher once-in-lifetime-Moment!
 
Kim Erat

Schweiß, lauter Lemon Faces und ein Overload an Endorphinen.

Unter diesem Motto steht unser Herzensprojekt: Fit mit Kim und ’m Haberströhle.

Seit März 2020 bringen wir immer mehr Menschen an ihr persönliches Limit, unterstützen sie bei ihren sportlichen Zielen und supporten sie in Sachen Fitness, Gesundheit und Ernährung. Im Sommer outdoor auf der Wiese, im Winter bzw. Lockdown live via Zoom und Instagram.

Unser Angebot: Live Workouts sowie Trainings on demand aus der Cloud inklusive Live Cooking Sessions und diverser Specials.

See you on the mat!

https://fitmitkim.com
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