CAPE TOWN, WHERE THE VIBE NEVER FADES.
Früh morgens am Seapoint entlangjoggen, mit einem Iced Coffee von Stand zu Stand auf dem Oranjezicht Farmers Market bummeln und sich den Bauch mit lauter frischen Leckereien vollschlagen, in der Nachmittagssonne vom Lions Head aus Kapstadt aus der Vogelperspektive bestaunen und zum Sonnenuntergang die magische Stimmung am traumhaften Strand von Clifton aufsaugen. Unsere Zeit in Kapstadt ist all das – und noch viel, viel schöner, als wir es uns je ausgemalt hätten. Diese Stadt hat unser Herz in Windeseile erobert.
CAPE TOWN: THE MOTHER CITY OF SOUTH AFRICA
Oh Cape Town, you have our heart! Diese Stadt hat uns von Tag eins in ihren Bann gezogen. Mit ihrer einzigartigen Lage, malerisch umrahmt von einer Bergkulisse, die uns bei ihrem Anblick einfach nur staunen lässt. Und genau hier liegt für uns auch die Besonderheit. Cape Town – auch bekannt als “the Mother City of South Africa” – ist ein Ort, wo unvergleichliche Naturschönheit auf pulsierende Großstadtvibes trifft und jede Ecke Geschichten voller Leben erzählt. Ach ja und Kapstadt ist ganz nebenbei ein wahres Schlaraffenland für Foodies.
BALI-LOFT, BO-KAAP UND BREE STREET
Mit unserem ersten airbnb haben wir einen echten Volltreffer gelandet: Luna Loft, eine ruhige Oase im balinesischen Stil mitten im Herzen der Stadt. Völlig zurecht, dass es das minimalistisch verträumte Studio sogar auf's Cover des SA Home & Garden Magazines im Juli 2024 geschafft hat.
Nur einen Katzensprung entfernt liegt malerisch zu Füßen des Signal Hills das wohl farbenprächtigste Stadtviertel Südafrikas: Bo-Kaap, auch Malay Quarter genannt. Mit seinen knallbunten Häuserfassaden, den steilen engen Gässchen und seiner bewegten Geschichte, auf die es zurückblickt ist es auf jeden Fall einen Streifzug wert. Bo-Kaap versprüht aber auch extrem viel Charme, den man bei einem Spaziergang in den Nachmittagsstunden unbedingt aufsaugen sollte. Ach ja und hier wartet natürlich ein Fotomotiv nach dem anderen …
Direkt ums Eck liegt übrigens auch die Bree Street, eine ganze Straße purer Genuss, die sich rund einen Kilometer lang vom Tafelberg bis hin zur Waterfront zieht und insbesondere für Feinschmecker so einiges bereithält. Über die Zeit hinweg hat sich das Viertel rund um die Bree Street immens entwickelt: Hier eine Bar für ausgefallene Cocktails, dort ein stilvolles Café mit hauseigener Rösterei. Und plötzlich, wie aus dem Nichts, explodierte es.
Die Smoothies Berry Blast und Protein Bomb von Nice, Teil des neighbourgood Workspaces, sind im wahrsten Sinne des Wortes bombastisch. Keine zwei Blocks weiter gibt's feinsten Espresso, Flat White und Cold Brew im Rosetta Roastery Café. Und wer sich wie wir nur schwer entscheiden kann zwischen Frühstück und Lunch, kommt ganz ohne Kompromisse bei The Ladder auf seine Kosten, zum Beispiel mit der Berry Yummy Smoothie Bowl oder einem veganen Tempeh Stack mit gegrilltem Gemüse und Greens auf einem Bett aus Hummus und Pesto.
WOODSTOCK …
Neben dem bunten Treiben kann man vor allem in den Stadtvierteln District 6 und Woodstock hautnah die kulturelle Vielfalt erleben und im selben Moment das dunkle Kapitel in der Geschichte, mitunter geprägt vom Schrecken der Apartheid, kurz aufklappen. Wo einst am Straßenrand und in verfallenen Lagerhallen Obdachlose und Drogenabhängige hausten, prägen heute Künstler, Designer und Hipster das neue Bild der Stadt.
Einen Abstecher wert: die Old Biscuit Mill, die ehemalige Keksfabrik mit ihren markanten Backsteinfassaden. Auf dem Gelände findet man inzwischen Highclass-Designershops, Ateliers und Galerien von Kunsthandwerkern, Werbeagenturen und jede Menge Coffee Labs, Restaurants und Kneipen. Eine große Portion gechillten Vibe kann man am Wochenende zudem direkt nebenan auf dem Neighbourgoods Market aufsaugen.
… VERSUS WATERFRONT
Völliges Kontrastprogramm bietet die V&A Waterfront, die mit ihrer lebendig quirligen Stimmung einfach zum Bummeln einlädt entlang an bonbonfarbenen Gebäuden und dem weißen Riesenrad zwischen unzähligen kleinen Booten und sauteuren Yachten. Der für uns mit Abstand coolste Hotspot ist der Oranjezicht Farmers Market, der am Wochenende mit seinem stilvollen Ambiente, seinem Boho-Stil und dem schlichtweg perfekten Mix aus Streetfood- und Farmersmarkt unzählige Foodieherzen höher schlagen lässt. Man schlendert unter dem großen Segel von Stand zu Stand, deckt sich mit frischem Obst und lauter Leckereien aus der Region ein und lässt sich dann mit einem fancy Banana Bread oder Mango Chia Pudding auf einen der vielen Strohballen fallen, um das rege Treiben zu bewundern. Mittwochs findet ab 17 Uhr übrigens der Wednesday Night Market statt, auf dem man sich mit einem sparkling Apero leicht beschwipst bei mitreißender Livemusik der Lebensfreude vollumfänglich hingeben kann. Ein absolutes Muss und wieder mal ein Argument, weshalb Kapstadt zu den unangefochtenen Foodmetropolen weltweit zählt. Wer den Anspruch hat, sich durch die gesamte kulinarische Palette in der Stadt am Kap durchzuprobieren, sollte am besten ein „Permanent Residence“-Visum in Betracht ziehen.
SIGNAL HILL, LIONS HEAD UND TABLE MOUNTAIN
In Kapstadt lassen sich aber nicht nur Kalorienrekorde aufstellen, sondern auch mal ganz schnell etliche Höhenmeter sammeln. Drei unverzichtbare Hike Highlights sind ganz klar Signal Hill, Lions Head und Table Mountain (Tafelberg). Von unten prägen sie die Silhouette von Kapstadt und sind spätestens von oben mit ihren atemberaubenden Ausblicken jeden einzelnen Schritt wert. Gut gestärkt und mit einem Schluck Wasser im Rucksack kann man von Bo-Kaap aus auf den Signal Hill und optional auch direkt in Kombi mit dem Lions Head einfach darauf los stapfen. Doch etwas schwindelfrei sollte man auf den letzten Metern zum Gipfel des Lions Head schon sein. Der Table Mountain erfordert mit seiner Höhe von 1.085 Metern noch eine Extraportion Power in den Beinchen oder man lässt sich ganz bequem von der Seilbahn, in einer der drehenden Panoramagondeln, nach oben chauffieren, um die magische Stimmung und den fantastischen Blick auf South Africa’s Mother City zu genießen.
CLIFTON ODER CAMPS BAY !?
Beides! Sowohl Clifton als auch Camps Bay zählen zu den gehobeneren Nobelorten von Kapstadt und faszinieren insbesondere mit ihrem zauberhaften Flair, der über die kompletten Strandabschnitte verteilt in der Luft liegt. Camps Bay ist vor allem für sein hippes Beachlife bekannt, während Clifton sicherlich etwas ruhiger, aber mindestens genauso schön ist. Spätestens, wenn die Sonne abends in einem fast schon überirdisch schönen Pink im Meer versinkt, während die 12 Apostel beinahe majestätisch im Hintergrund wachen, ist es schnell um dich geschehen. Die strahlend weißen Sandstrände in den Felsbuchten unterhalb vom Lions Head sind einfach ein ganz eigenes Lebensgefühl!
KIRSTENBOSCH: THE GALILEO OPEN AIR CINEMA
”Highway to the danger zone, ride into the danger zone …” Ein wahrer Gänsehaut-Moment ist und bleibt unser Abend im Kirstenbosch Botanical Garden. Ein absolut lohnenswerter “Highway” ist sicherlich der kleine Baumwipfelpfad “Boomslang” zwischen all den mächtigen Baumkronen, der einen unglaublichen Blick auf das Tafelbergmassiv garantiert.
Dieser botanische Garten bietet aber noch viel mehr. Hier kann man nicht nur über sattgrüne Wiesen zwischen uralten knorrigen Bäumen und außergewöhnlichen Pflanzen flanieren und dabei die vielfältige Flora und Fauna der Kapregion Südafrikas bewundern, sondern am Fuße des Tafelbergs womöglich eins der besten Freilichtkinos der Welt besuchen, das Galileo Open Air Cinema. Sich beim Foodtruck mit Falafel Shawarma, Nachos und Guacamole, Popcorn und kühlen Drinks eindecken, “warm and comfy” mit Blanket und Backrest im Gras zwischen etlichen Locals gemütlich machen und unterm Sternenhimmel echte Filmklassiker wie “Top Gun” oder “Mamma Mia” erleben. Das ist der pure Wahnsinn und kaum in Worte zu fassen!
„Long story short: einmal in Kapstadt und für immer verliebt.“